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SEI MIT DIR. Auch wenn andere Dich lieber anders hätten.

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Über Selbsttreue, Verlustangst, die Grenzen der Toleranz und den Mut, das eigene Leben wirklich zu leben. Drei Worte, die so einfach klingen und uns doch vor eine der größten Herausforderungen unseres Lebens stellen können: SEI MIT DIR. Denn wirklich bei sich zu bleiben, bedeutet weit mehr, als sich selbst zu lieben, positiv zu denken oder hin und wieder eine Entscheidung für das eigene Wohlbefinden zu treffen. Es bedeutet, das, was wir in uns erkennen, auch tatsächlich zu leben. Unsere Gedanken, unsere Gefühle, unsere Bedürfnisse und unsere Überzeugungen ernst zu nehmen, selbst dann, wenn sie nicht mehr zu den Erwartungen unseres Umfeldes passen. Und genau dort beginnt eine Herausforderung, die in all den schönen Worten über Selbstliebe, Authentizität und persönliche Freiheit häufig viel zu wenig Beachtung findet. Denn was geschieht, wenn unsere Selbstbestimmung plötzlich Beziehungen verändert? Wenn Menschen, die uns nahestehen, unsere Entscheidungen nicht mehr verstehen oder akzeptie...

Raus aus dem Hamsterrad – warum ich begonnen habe, Geld und Lebensqualität neu zu denken

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  Raus aus dem Hamsterrad – und endlich wieder Perspektiven für das eigene Leben entdecken! Manchmal frage ich mich, wie lange wir eigentlich noch versuchen wollen, in diesem berühmten Hamsterrad immer schneller zu laufen, obwohl wir längst spüren, dass uns genau das nicht wirklich weiterbringt. Wir erleben täglich, wie unsere Lebenshaltungskosten steigen. Ob Mieten, Heizkosten, Lebensmittel, Versicherungen oder all die anderen Ausgaben, die unser Leben mit sich bringt. Für viele Menschen wird es zunehmend schwieriger, mit ihrem Einkommen überhaupt noch das Leben zu finanzieren, das vor einigen Jahren ganz selbstverständlich möglich war. Und was geschieht dann? Die Menschen versuchen, noch mehr zu arbeiten, zusätzliche Jobs anzunehmen, an allen möglichen Stellen zu sparen und irgendwie dafür zu sorgen, dass am Ende des Monats genügend Geld übrig bleibt. Dabei geht es für viele längst nicht mehr darum, sich ein schöneres Leben zu ermöglichen, sondern darum, die eigene Existenz abzus...

Ich wollte eine Formel für Fülle. Bis ich begriffen habe, dass ich selbst die Formel bin.

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  Es gibt Menschen, die glauben, sie hätten irgendwann diesen einen großen Aha-Moment gehabt. So einen Moment, in dem plötzlich alles klar war und sich das ganze Leben verändert hat. Ich gehöre nicht dazu. Bei mir waren es unzählige kleine Momente. Manchmal kaum wahrnehmbar. Wie einzelne Mosaiksteine, die jahrelang völlig zusammenhanglos vor mir lagen. Erst irgendwann habe ich begriffen, dass sie alle zu demselben Bild gehörten. Ich bin einen großen Teil meines Lebens der Fülle hinterhergelaufen. Nicht, weil ich gierig war. Nicht, weil mir Geld wichtiger gewesen wäre als Menschen. Sondern weil ich tief in mir überzeugt war, dass irgendwo da draußen etwas auf mich wartet, das ich nur noch finden muss. Also habe ich gemacht, was viele machen. Ich habe Affirmationen gesprochen, manifestiert, Coachings besucht, Seminare gebucht und Ausbildungen gemacht. Manche davon waren unglaublich wertvoll. Manche unglaublich teuer. Ich habe sogar sechsstellige Beträge investiert. Immer mit derselbe...

Seit wann brauchen Frauen über 60 eigentlich eine Erlaubnis für ihr eigenes Leben?

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Ich frage mich das in letzter Zeit immer öfter. Denn irgendetwas scheint sich zu verschieben, wenn Frauen über 60 sind. Da haben wir jahrzehntelang unser Leben gemeistert, Kinder großgezogen, Beziehungen geführt, gearbeitet, Krisen überstanden und Entscheidungen getroffen, auch dann, wenn wir vorher nicht wussten, ob sie richtig sein würden. Wir haben Verantwortung übernommen und meistens ziemlich schnell gelernt, dass das Leben sowieso nicht nach Plan läuft und wir trotzdem einen Weg finden müssen. Und dann sind die Kinder irgendwann erwachsen, wir selbst sind über 60 und plötzlich entsteht eine eigenartige Umkehrung. Auf einmal scheint das Umfeld ziemlich genau zu wissen, was jetzt für uns gut wäre. Besonders spannend finde ich es, wenn die eigenen erwachsenen Kinder beginnen, das Leben ihrer Mutter zu bewerten. Was sie tun sollte, wovon sie besser die Finger lässt, was finanziell vernünftig ist, was zu riskant erscheint und was man in diesem Alter überhaupt noch anfangen muss. Da ...

Ich werde 66 – und stelle mein Leben nicht auf Pause

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Im September werde ich 66 und ich habe beschlossen, diesen Geburtstag ganz bewusst schön zu feiern. Mein Mann und ich waren deshalb im Hotel Tirol und haben uns einen Ort angeschaut, an dem wir diese Tage verbringen möchten. Es ist ein wunderschönes Wellnesshotel, das wir eigentlich schon lange kennen. Wir sind schon so oft daran vorbeigekommen, haben es gesehen und irgendwie doch nie wirklich wahrgenommen. Und plötzlich war es da, so präsent und so stimmig, als hätten nicht nur wir diesen Ort gefunden, sondern als wäre er auf einmal zu uns gekommen. Ich mag diesen Gedanken, denn manchmal ist etwas längst da und wir können es trotzdem noch nicht sehen, weil unser Blick noch woanders ist. Wir schauen auf das, was war, auf das, was fehlt oder was wir uns anders gewünscht hätten, und manchmal schauen wir auch noch auf Menschen, von denen wir gehofft haben, dass sie einen bestimmten Platz in unserem Leben einnehmen würden. Während unser Blick dort gebunden ist, übersehen wir leicht, was da...

Wenn Kinder die Themen der Erwachsenen tragen müssen

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Heute wird mein Enkel Lukas sechs Jahre alt. Vor einem Jahr durfte ich ihn an seinem fünften Geburtstag das letzte Mal sehen. Seitdem besteht ein Kontaktabbruch. An Tagen wie heute spüre ich natürlich den Schmerz einer Großmutter. Doch gleichzeitig beobachte ich etwas, das weit über meine persönliche Geschichte hinausgeht. Ein Thema, das mir in meiner Arbeit, in meinem Umfeld und im gesellschaftlichen Miteinander immer wieder begegnet: Kinder werden viel zu oft zu Trägern der ungelösten Themen von Erwachsenen. Dabei kommen Kinder mit einer Reinheit in diese Welt, die viele Erwachsene längst verloren haben. Sie denken nicht in Macht, Kontrolle oder Schuld. Sie lieben einfach. Sie verbinden sich einfach. Sie freuen sich einfach. Und genau deshalb trifft es mich immer wieder, wenn ich sehe, wie Erwachsene ihre Konflikte auf dem Rücken ihrer Kinder austragen. Bei Trennungen werden Kinder zu Vermittlern gemacht, zu Botschaftern, zu Druckmitteln oder zu Instrumenten, mit denen Nähe belohnt o...

Andersart – oder die Kunst, sich selbst nicht zu verlassen

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Lange Zeit habe ich geglaubt, mein Leben sei geprägt von Trennungen. Wenn ich heute zurückblicke, sehe ich Kontaktabbrüche, Abschiede, Menschen, die gegangen sind, und Türen, die sich geschlossen haben. Meine Ursprungsfamilie. Später die Trennung von meinen erwachsenen Kindern und ihren Familien. Und viele Situationen dazwischen, in denen ich das Gefühl hatte, nicht dazuzugehören. Früher habe ich mich gefragt, warum. Heute stelle ich eine andere Frage. Nicht mehr: „Warum wurde ich ausgeschlossen?“ Sondern: „Warum fällt es Menschen oft so schwer, sie selbst zu sein?“ Wenn ich ehrlich bin, begann diese Beobachtung schon in meiner Schulzeit. Während viele sich an den Beliebten orientierten, interessierten mich die Menschen, die am Rand standen. Diejenigen, die gehänselt wurden. Diejenigen, die nicht dazugehörten. Diejenigen, die als schwierig, komisch oder rebellisch galten. Mich interessierte nie zuerst die Frage, warum jemand dazugehört. Mich interessierte die Frage, warum jemand ausges...