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  Meine Krebserkrankung 2012 – und wie sie mich zurück ins Leben geführt hat Vor meiner Diagnose – das Leben davor Bevor die Diagnose mein Leben auf den Kopf stellte, war ich ein Mensch, der scheinbar frei und unbeschwert durchs Leben tanzte. Ich war wild, unternehmenslustig, immer unterwegs, immer auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer, dem nächsten Impuls, dem nächsten „Mehr“. Ich liebte es, rank und stark zu sein, mich leicht zu fühlen, mich durch die Welt zu bewegen, als gäbe es keine Grenzen. Nach außen wirkte ich frei von Sorgen. Innerlich jedoch war ich oft auf der Flucht. Auf der Flucht vor mir selbst, vor alten Wunden, vor dem, was ich nicht fühlen wollte. Ich suchte ständig nach Neuem, nach Bewegung, nach Veränderung – und gleichzeitig suchte ich unbewusst nach einem Ort, an dem ich endlich ankommen konnte. Ich war voller Leben, voller Energie, voller Tatendrang. Doch tief in mir gab es eine leise Stimme, die ich lange überhörte. Eine Stimme, die mich rief, langsamer z...
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 2025: Das Jahr, in dem ich mich selbst nicht mehr verraten konnte Mein Weg zurück zu mir – ungefiltert Ein sehr bewegtes Jahr geht zu Ende. 2026 steht vor der Tür. Mit Dankbarkeit blicke ich auf all die Herausforderungen zurück, die uns geprägt haben – und mit Freude auf alles, was noch kommen darf. Nicht alles war einfach. Wir mussten Höhen und Tiefen meistern, und gerade diese Phasen öffnen uns immer wieder Räume für Veränderung. Schmerz zeigt sich nur dort, wo sich Missstände gebildet haben. Er ist unser inneres Barometer, das uns zur Wandlung einlädt – ein Türöffner für Neues. Ich durfte so vieles lernen, durchleben, loslassen, neu gestalten, aufbrechen, beenden und wieder beginnen. Das Leben ist ständig in Bewegung. Sobald du versuchst, es festzuhalten, beginnt es sich zu wehren. Surfe deine Lebenswelle mit Freude, statt sie mit Widerstand zu brechen. Das Leben ist immer auf deiner Seite. Meine größte Erkenntnis 2025 Ich habe lernen dürfen, dass ich nicht mehr den Erwartun...
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  Weihnachten – unfreiwillig allein, aber längst nicht mehr einsam Dieses Weihnachten ist anders. AndersArt. Und eigentlich begleitet mich dieses AndersArt schon mein ganzes Leben – manchmal als schmerzhafter Ausschluss, manchmal als Türöffner zu tiefen Verbindungen. Dieses Jahr zeigt es sich erneut, klarer und deutlicher als je zuvor. Es gibt Lebensphasen, die uns zu Wachstum zwingen. Nicht im Außen, sondern tief im Inneren. Heute weiß ich: Wachstum führt durch Schmerz , und manche Lebensthemen lösen sich erst, wenn wir bereit sind, ihnen wirklich zu begegnen – leise oder mit Pauken und Trompeten. Eines meiner großen Themen war der Ausschluss aus Gemeinschaften. Ignoranz. Isolation. Dieses tiefe Gefühl von Einsamkeit und Verlassenwerden – ein uraltes Muster, das weit vor dieses Leben zurückreicht. Ich wählte eine Familie, in der ich dieses Thema heilen durfte. Als Nachzüglerin war ich für meine Geschwister ein Eindringling. Ich bekam die Aufmerksamkeit, nach der sie sich sehnten. ...
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  Ein erstes Weihnachten ohne Familie – und ein Frieden, der neu geboren wird Heute haben wir uns selbst reich beschenkt. Nicht geplant, nicht gesucht – es kam einfach zu uns. Denn es gibt keine Zufälle. Was fällig ist, fällt dir zu. Und manchmal geschieht Freude so schnell, so unverhofft, dass man nur staunen kann, wie großzügig das Leben wird, sobald wir bereit sind zu empfangen. Jahrelang haben wir zu Weihnachten Geschenke an andere verteilt, die wir uns selbst nie zugestanden hätten. Mein altes Motto lautete: „Ich schenke nur, was ich selbst gerne hätte.“ Und doch blieb ich selbst oft auf der Strecke. Während ich gab, wurde ich beim Beschenktwerden vergessen – oder mit Sonderangeboten und Wühltisch-Mitbringseln abgespeist. Viele dieser „lieben“ Menschen sind inzwischen leise oder laut aus unserem Leben verschwunden. Zurück blieb eine ehrliche, unbequeme, aber heilsame Frage: Was bin ich mir selbst wert?   Wer steht an erster Stelle – ich oder die anderen?   Und was n...